Anteil erneuerbarer Energien an Stromerzeugung in Deutschland erneut bei über 50%

Gestern, dem 20.02.2017, wurden erneut über 50% der Stromerzeugung in Deutschland aus Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft gewonnen. Windkraft allein trug knapp 38% zur gesamten Stromerzeugung bei.

Damit trotzt der Tag dem bisherigen Jahrestrend: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland liegt 2017 bisher unter dem Vorjahreszeitraum. Diese Erkenntnisse geht aus aktuellen Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor.

Es wurden 849,5 GWh der Nettoerzeugung von Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien erzeugt (831,5 GWh aus konventionellen Quellen).

Erneuerbare Energien tragen 2017 zwischen 13% und 52% zur Stromerzeugung bei

2017 stammte bisher ein Mal die Mehrheit der deutschen Stromerzeugung aus Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft: am 4. Januar 2017 mit 893,9 GWh bzw. 52% der gesamten Stromerzeugung.

Täglicher Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland in 2017
Täglicher Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland in 2017, Quelle Fraunhofer ISE



Bundesnetzagentur startet Ausschreibung für Offshore Windenergie

Die Bundesnetzagentur hat Ende Januar die Bedingungen der ersten Ausschreibung für die Netzanbindung und Vergütung von Offshore-Windparks bekannt gegeben.

„Nach den ersten Photovoltaikanlagen erfolgt nun auch für Offshore- Windenergieanlagen die Umstellung auf ein wettbewerbliches Fördersystem. Die Höhe der Vergütung ist nicht mehr gesetzlich vorgegeben, sondern bestimmt sich durch Ausschreibungen am Markt. Diese Umstellung stellt einen stetigen und kosteneffizienten Ausbau der Offshore-Windkraft sicher“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Der Höchstwert für die Vergütung von Strom aus Windenergieanlagen auf See beträgt 0,12€/kWh. Bezuschlagt werden Projekte mit den niedrigsten Gebotswerten. Die Netzanbindungskapazitäten für die Offshore- Windparks ergeben sich u. a. aus dem Offshore-Netzentwicklungsplan 2025, den die Bundesnetzagentur geprüft und bestätigt hat.

Die erste Ausschreibung nach dem neuen Windenergie-auf-See-Gesetz umfasst ein Volumen von 1.550 MW. Sie erfolgt zum 1. April 2017 und gilt für Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2020 in Betrieb genommen werden. An der Ausschreibung können alle Offshore-Windparks teilnehmen, die vor August 2016 genehmigt worden sind oder einen fortgeschrittenen Genehmigungsstand aufwiesen. Weitere Voraussetzungen betreffen die Lage der Offshore-Windparks innerhalb der Nord- und Ostsee.

Die zweite Ausschreibung für Offshore-Windenergieanlagen erfolgt am 1. April 2018. Das Ausschreibungsvolumen beträgt dann ebenfalls 1.550 MW. Insgesamt umfasst das Ausschreibungsvolumen somit 3.100 MW, davon sind mindestens 500 MW Offshore-Windparks in der Ostsee zuzuschlagen.

Ende des Jahres 2016 waren Windenergieanlagen mit 4.130 MW Kapazität offshore installiert.



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