Neuer Rekord: Tesla liefert im ersten Quartal 2017 über 25.000 Fahrzeuge

In einer Mitteilung an seine Investoren hat Tesla verkündet, im ersten Quartal 2017 knapp über 25.000 Fahrzeuge ausgeliefert zu haben. Davon waren ca. 13.450 Model S und ca. 11.550 Model X.

Damit hat Tesla einen einen erneuten Quartalsrekord geschafft und steigerte die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr (Q1/2016) um 69%.

Tesla zählt und berichtet ausgelieferte Fahrzeuge erst als solche, wenn die Eigentümerschaft tatsächlich an den Kunden übergangen ist. Die Lieferung des Fahrzeugs von der Fabrik in einen Store wird also nicht als Auslieferung gewertet, sondern als Transit. Im Q1/2017 befanden sich rund 4.650 Fahrzeuge im Transit an Kunden. Diese werden dann im Q2/2017 als Lieferungen gezählt werden.

Die Produktion im ersten Quartal betrug 25.418 Fahrzeuge.

Für das erste Halbjahr 2017 hat sich Tesla das Ziel gesetzt, über 50.000 Fahrzeuge auszuliefern. Ab Herbst soll dann das Tesla Model 3 die Zahlen deutlich in die Höhe treiben.

Video von Tesla Model 3 Release Candidate veröffentlicht

In Rahmen eines umfassenden ‚Tweetstorms‘ heute Nachmittag hat Tesla CEO und Gründer Elon Musk auch ein Video eines Model 3 Prototypen geteilt. Der bisher einzig fahrend gesichtete Prototyp des Model 3 ist grau, dieser nun schwarz. Das Besondere an diesem Prototypen: Tesla nennt ihn „Release Candidate“ und er wurde auf der Produktionslinie hergestellt, auf dem bald auch die Model 3 der Kunden vom Band laufen sollen.

Auf dem verpixelten Video sind, bis auf die doch beeindruckende Beschleunigung, leider keine Details zu erkennen. Allerdings dürfte es dafür gewertet werden, dass Tesla weiterhin im Zeitplan ist, mit der Serienproduktion im Sommer zu beginnen.

„Release Candidate“ ist ein Begriff der normalerweise in der Softwareentwicklung gebräuchlich ist. Dieser beschreibt die abschließende Testversion mit allen Funktionen der finalen, zu veröffentlichen Version – ein weitere Beweis dafür, dass Tesla nicht ganz wie die anderen Automobilhersteller ist…

Musk stellt Position des Model 3 in Tesla Produktportfolio klar + Technische Details + Herstellungsplan

Das Tesla Model 3 mit über 400.000 Reservierungen wird heiß erwartet. Daher gibt jeder Tweet von Tesla CEO und Gründer diesbezüglich Grund zur (Vor-)Freude. So gab heute Nachmittag Musk in einem ‚Tweetstorm‘ ein paar Details über das Model 3 preis. Musk stellt klar, in welcher Position das Model 3 im Vergleich zum bereits verfügbaren Model S steht; und im Vergleich zur Konkurrenz von BMW und Audi. Begründet waren die Tweets auf dem Eindruck Einiger, die denken dass das Model 3 die Nachfolgerversion des Model S werden wird. Das stimmt so nicht.

Im Gegenteil: das Model 3 wird ein kleineres Auto als das 5 Meter lange Model S, mit weniger Reichweite (das Model S 100D ist beispielsweise mit 632 km NEFZ Reichweite angegeben) und weniger Features. Dadurch wird das Model 3 allerdings auch deutlich günstiger. 345 km Reichweite (nach realistischerem EPA Standard) sollen aber auch mit dem Model 3 möglich sein.

Nutzer hinterfragten natürlich die Aussage „wenige Features“. Musk bestätigt allerdings nochmals, dass das Model 3 standardmäßig mit Autopilot-Funktionen ausgestattet ist, und somit künftig autonomes Fahren möglich werden soll. Hindernisse daran sind derzeit noch die Fähigkeiten der Software sowie behördliche Zustimmung.

Im Vergleich zum bisher verfügbaren Konkurrenz-Angebot (auch wenn nicht elektrisch) vergleicht Musk das Model 3 mit dem 3er BMW bwz. dem Audi A4. Das Model S sei vergleichbarer mit einem 5er oder 6er BMW, nur „deutlich schneller, mit mehr Kapazität und Autopilot“.

Enttäuschende Nachrichten gab es aber auch: um die Komplexität bei der Herstellung der ersten Fahrzeuge zu reduzieren (und mit den Auslieferungen rechtzeitig zu beginnen), werden zunächst nur Modelle ohne Allrad-Antrieb (d.h. mit Heckantrieb) hergestellt.

Model 3 Käufer die Allrad-Antrieb bestellen müssen sich leider 6 bis 9 Monate dafür gedulden (Frühjahr / Sommer 2018).

Damit wurde nochmal klar, dass das Model 3 auf effiziente Herstellung getrimmt ist. Dies ist hinsichtlich einer pünktlichen Auslieferung (an der Tesla an der Börse gemessen wird) extrem wichtig.

Seinen besonderen Sinn für Humor stellte Musk mit einem Tweet über die generelle Namensgebung der Fahrzeuge unter Beweis. Ursprünglich sollte das Model 3 nach dem ersten Ford Fahrzeug, dem Model E, benannt werden. Der Namensgebung machte Ford allerdings unmöglich.

Tesla lässt Model S 60 und 60D auslaufen

Tesla hat in einem Newsletter mitgeteilt, dass das Model S mit 60 kWh Batterie bis nächsten Monat ausläuft.

Die Option der 60 kWh Batterie wurde im vergangenen Jahr in das Portfolio aufgenommen, um den Einstiegspreis des Model S zu verringern.  Beim Model S mit 60 kWh liegt der Einstiegspreis bisher bei 69.019 € (inkl. MwSt.).

In den Modellen 60 und 60D waren allerdings immer 75 kWh Batterien verbaut, die durch Software auf 60 kWh begrenzt wurden. Kunden konnten sich entsprechend nach Kauf dafür entscheiden, auf die 75 kWh Batterie durch Over the Air Update upzugraden.

Tesla Model S 60 und 60D noch bis April bestellbar

In dem Newsletter teilt Tesla mit, dass noch bis zum 16. April 2017 das Model S mit 60 kWh bestellbar ist. Danach wird die Einstiegsvariante wohl das Model S mit 75 kWh Batterie (75 bzw. 75D) sein. Tesla begründet die Entscheidung damit, dass Kunden die 75 kWh Option im Vergleich zur 60 kWh Option bevorzugt haben.

Allerdings ist es auch möglich, dass die 60 kWh Version ausläuft, um eine größere Unterscheidungskraft zum Model 3 zu bieten. Das Model 3 soll im Herbst auf den Markt kommen. Auch wenn bisher technische Daten noch unbekannt sind, könnte man durch die Entscheidung spekulieren, dass ein Model 3 mit 60 kWh Batterie das Top-Modell werden wird.

Hier der Newsletter im Klartext:

Vor einem Jahr haben wir das Model S mit der 60 kWh Batterie in unsere Produktpalette aufgenommen, um eine günstigere Alternative und einen vereinfachten Einstieg in die Elektromobilität zu ermöglichen. Wie wir feststellen konnten entschied sich aber die Mehrheit der Kunden für die reichweitenstärkere 75 kWh Variante. Um den Bestellprozess für unsere Kunden zu vereinfachen, nehmen wir daher die 60 kWh Batterie aus unserem Sortiment.

Kunden, die aktuell am 60 kWh Model S interessiert sind, haben jetzt noch bis zum 16. April 2017 Zeit um eine Bestellung zu tätigen. Jedes 60 kWh Model S kann auch später über ein „Over the Air“-Upgrade zu einem 75 kWh Modell aufgerüstet werden.