Tesla Powerpack inkl. Solarkraftwerk auf Hawaii in Betrieb genommen

Tesla brachte vor kurzem ein neues Solarkraftwerk / Powerpack 2 Projekt an den Start. Die beeindruckende Installation befindet sich auf der hawaiianische Insel Kaua’i.

Es ist Teslas bisher größtes Projekt, wodurch die Sinnhaftigkeit der Übernahme von SolarCity als Hersteller von Photovoltaikanlagen deutlich wird. Das Projekt auf Kaua’i umfasst eine 52 MWh Tesla Powerpack 2 Installation (272 Einheiten) gekoppelt mit einem 13 MW Solarpark (ca.  55.000 Solarzellen). Das System wird dazu beitragen, dass Kaua’i mehr seiner Sonnenenergie nutzen und Dieselgeneratoren für nächtlichen Strom einstellen kann.

Tesla hat zu dem Projekt auf seinem YouTube Kanal ein sehenswertes Video veröffentlicht:

Auch Tesla CTO JB Straubel war bei der Einweihung des Projekts anwesend.

Tesla CTO Straubel (2. v. l.)
Tesla CTO Straubel (2. v. l.)

Reduktion fossiler Brennstoffe um über 6 Millionen Liter pro Jahr

Der Betreiber, Kaua’i Island Utility Cooperative (KIUC), bedient auf der Insel über 30.000 Kunden und hat bereits eine erhebliche Solarkapazität installiert. Bis dato liefen Dieselgeneratoren, um die nächtliche Versorgung sicher zu stellen.

Dank der Tesla Powerpack als Stromspeicher können nun 100% erneuerbare Energien deutlich häufiger und verlässlicher angeboten werden. Auch preislich macht die Installation durchaus Sinn: Im Rahmen des Stromkaufvertrags verkauft das Projekt die installierte Leistung an KIUC mit $11 Cent pro kWh (0,10€ pro kWh). Dies entspricht einem Drittel der Stromkosten, die durch den Betrieb der bisherigen Dieselgeneratoren erzeugt wurden. Durch den Ersatz der Dieselgeneratoren reduziert sich außerdem der Bedarf an fossilen Brennstoffen pro Jahr um über 6 Millionen Liter.

Verbreitung der Tesla Powerpack wächst

Das Tesla Powerpack ist ein Stromspeichersystem für Betriebe und Stromversorger, das modular aufgebaut, und damit unbegrenzt skalierbar ist. Jedes Powerpack enthält 16 einzelne Batteriemodule, die jeweils mit einem isolierten DC/DC-Wandler ausgestattet sind. Die Powerpack Projekte werden mit industriellem Wechselrichter ausgeliefert. Ideal ist das Tesla Powerpack für Lastspitzenreduzierung, Lastverlagerung, Notstromversorgung, oder als Kapazitätsreserve.

Das Gegenstück für die private Nutzung stellt die simplere Tesla Powerwall dar.



Anteil erneuerbarer Energien an Stromerzeugung in Deutschland erneut bei über 50%

Gestern, dem 20.02.2017, wurden erneut über 50% der Stromerzeugung in Deutschland aus Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft gewonnen. Windkraft allein trug knapp 38% zur gesamten Stromerzeugung bei.

Damit trotzt der Tag dem bisherigen Jahrestrend: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland liegt 2017 bisher unter dem Vorjahreszeitraum. Diese Erkenntnisse geht aus aktuellen Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor.

Es wurden 849,5 GWh der Nettoerzeugung von Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien erzeugt (831,5 GWh aus konventionellen Quellen).

Erneuerbare Energien tragen 2017 zwischen 13% und 52% zur Stromerzeugung bei

2017 stammte bisher ein Mal die Mehrheit der deutschen Stromerzeugung aus Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft: am 4. Januar 2017 mit 893,9 GWh bzw. 52% der gesamten Stromerzeugung.

Täglicher Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland in 2017
Täglicher Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland in 2017, Quelle Fraunhofer ISE



SolarWorld schließt Partnerschaft zur Lithium-Förderung im Erzgebirge

Letzte Woche hatte SolarWorld bekannt gegeben, sich künftig nur noch auf die Fertigung monokristalliner Solarmodule mit PERC-Technologie zur fokussieren. Laut Vorstandsvorsitzendem Asbeck ist das neue Ziel des Unternehmens „bis 2019 die Modulabsatzmenge auf rund 2 Gigawatt zu steigern“.

Die bisher produzierten multikristallinen Solarprodukte mit geringeren Wirkungsgraden sollen nicht mehr produziert werden. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung werden 400 der derzeit 3.300 Stellen bis 2019 gestrichen.

Bacanora Minerals beteiligt sich mit 50% am SolarWorld Lithium-Projekt

Aufgrund des Strategiewandels veräußert SolarWorld nun die Hälfte seines Lithium-Förderprojektes im Erzgebirge an das kanadische Unternehmen Bacanora Minerals.

Der Solarstromkonzern wird einen Anteil von 50 Prozent an seinem Projekt in Altenberg-Zinnwald an das Unternehmen Bacanora Minerals Ltd. veräußern. Das zukünftige Joint Venture wird unter dem Namen Deutsche Lithium GmbH mit Sitz in Freiberg/Sachsen gemeinsam von der Bacanora Minerals Ltd. und der SolarWorld AG operativ geführt.

SolarWorld kämpft seit Jahren mit hohen Verlusten durch den anhaltenden Preisverfall von Photovoltaik-Modulen. Nun erhält der Konzern für den 50%igen Anteil am Lithium-Projekt 5 Mio. €. Außerdem Bacanora Minerals steht die Option zur Verfügung, innerhalb der nächsten 24 Monate die übrigen 50% des Lithium-Förderprojektes zu kaufen.

Mit dem eingenommenem Geld aus der neuen Partnerschaft will sich SolarWorld auf die „eigene Fertigung von qualitativ hochwertigen Solarstromprodukten“ konzentrieren.



Chinas Solar-Kapazität wuchs 2016 um 80% (Deutschland 3,9%)

Im Jahr 2016 hat China seine Stromproduktionskapazität aus Solar um 80% gesteigert.

Die Photovoltaikleistung Chinas lag am Ende des Jahres 2015 bei 42,89 GW. Ende 2016 waren es 77,43 GW. In dem Land, das unter extremer Luftverschmutzung durch Feinstaub aus Kohleverbrennung leidet, trägt Solar derzeit circa 1% zur gesamten Stromerzeugung bei. Bis 2020 plant die staatliche Energiebehörde NEA den Zubau von weiteren 110 GW.

In Deutschland wiederum wuchs die installierte Photovoltaikleistung im Jahr 2016 lediglich um 3,9% – von 39,33 GW auf 40,85 GW. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung lag dennoch bei fast einem Drittel.