Chinas Solar-Kapazität wuchs 2016 um 80% (Deutschland 3,9%)

Im Jahr 2016 hat China seine Stromproduktionskapazität aus Solar um 80% gesteigert.

Die Photovoltaikleistung Chinas lag am Ende des Jahres 2015 bei 42,89 GW. Ende 2016 waren es 77,43 GW. In dem Land, das unter extremer Luftverschmutzung durch Feinstaub aus Kohleverbrennung leidet, trägt Solar derzeit circa 1% zur gesamten Stromerzeugung bei. Bis 2020 plant die staatliche Energiebehörde NEA den Zubau von weiteren 110 GW.

In Deutschland wiederum wuchs die installierte Photovoltaikleistung im Jahr 2016 lediglich um 3,9% – von 39,33 GW auf 40,85 GW. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung lag dennoch bei fast einem Drittel.


Erneuerbare Energie in Deutschland im Januar 2017

Deutschland wird weltweit als führendes Land beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen gehandelt.

Im Rahmen der Energiewende hat die Bundesregierung das Ziel gesetzt, dass erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2020 mindestens 35% und 2050 circa 80% Anteil haben.

Es sieht aktuell auch danach aus, dass Deutschland diesen Zielen bereits recht erfolgreich entgegen gearbeitet hat. Laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme wurden im Januar 2017 immerhin 14,16 TWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 28,1% der Stromerzeugung.

Stromerzeugung in Deutschland im Januar 2017
Stromerzeugung in Deutschland im Januar 2017, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (Januar 2016: 16,31 TWh oder 31,1%) lässt sich auf den teils schwachen Windgang sowie dem offensichtlichen Mangel an Sonne zurückführen.

Dennoch zeigen diese Daten, dass selbst in einem energieintensivstem Wintermonat Wind und Sonne bereits einen deutlichen Beitrag zum Fortgang von fossilen Energiequellen beitragen.