SolarWorld schließt Partnerschaft zur Lithium-Förderung im Erzgebirge

SolarWorld

Letzte Woche hatte SolarWorld bekannt gegeben, sich künftig nur noch auf die Fertigung monokristalliner Solarmodule mit PERC-Technologie zur fokussieren. Laut Vorstandsvorsitzendem Asbeck ist das neue Ziel des Unternehmens „bis 2019 die Modulabsatzmenge auf rund 2 Gigawatt zu steigern“.

Die bisher produzierten multikristallinen Solarprodukte mit geringeren Wirkungsgraden sollen nicht mehr produziert werden. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung werden 400 der derzeit 3.300 Stellen bis 2019 gestrichen.

Bacanora Minerals beteiligt sich mit 50% am SolarWorld Lithium-Projekt

Aufgrund des Strategiewandels veräußert SolarWorld nun die Hälfte seines Lithium-Förderprojektes im Erzgebirge an das kanadische Unternehmen Bacanora Minerals.

Der Solarstromkonzern wird einen Anteil von 50 Prozent an seinem Projekt in Altenberg-Zinnwald an das Unternehmen Bacanora Minerals Ltd. veräußern. Das zukünftige Joint Venture wird unter dem Namen Deutsche Lithium GmbH mit Sitz in Freiberg/Sachsen gemeinsam von der Bacanora Minerals Ltd. und der SolarWorld AG operativ geführt.

SolarWorld kämpft seit Jahren mit hohen Verlusten durch den anhaltenden Preisverfall von Photovoltaik-Modulen. Nun erhält der Konzern für den 50%igen Anteil am Lithium-Projekt 5 Mio. €. Außerdem Bacanora Minerals steht die Option zur Verfügung, innerhalb der nächsten 24 Monate die übrigen 50% des Lithium-Förderprojektes zu kaufen.

Mit dem eingenommenem Geld aus der neuen Partnerschaft will sich SolarWorld auf die „eigene Fertigung von qualitativ hochwertigen Solarstromprodukten“ konzentrieren.