Bundesnetzagentur startet Ausschreibung für Offshore Windenergie

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Die Bundesnetzagentur hat Ende Januar die Bedingungen der ersten Ausschreibung für die Netzanbindung und Vergütung von Offshore-Windparks bekannt gegeben.

„Nach den ersten Photovoltaikanlagen erfolgt nun auch für Offshore- Windenergieanlagen die Umstellung auf ein wettbewerbliches Fördersystem. Die Höhe der Vergütung ist nicht mehr gesetzlich vorgegeben, sondern bestimmt sich durch Ausschreibungen am Markt. Diese Umstellung stellt einen stetigen und kosteneffizienten Ausbau der Offshore-Windkraft sicher“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Der Höchstwert für die Vergütung von Strom aus Windenergieanlagen auf See beträgt 0,12€/kWh. Bezuschlagt werden Projekte mit den niedrigsten Gebotswerten. Die Netzanbindungskapazitäten für die Offshore- Windparks ergeben sich u. a. aus dem Offshore-Netzentwicklungsplan 2025, den die Bundesnetzagentur geprüft und bestätigt hat.

Die erste Ausschreibung nach dem neuen Windenergie-auf-See-Gesetz umfasst ein Volumen von 1.550 MW. Sie erfolgt zum 1. April 2017 und gilt für Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2020 in Betrieb genommen werden. An der Ausschreibung können alle Offshore-Windparks teilnehmen, die vor August 2016 genehmigt worden sind oder einen fortgeschrittenen Genehmigungsstand aufwiesen. Weitere Voraussetzungen betreffen die Lage der Offshore-Windparks innerhalb der Nord- und Ostsee.

Die zweite Ausschreibung für Offshore-Windenergieanlagen erfolgt am 1. April 2018. Das Ausschreibungsvolumen beträgt dann ebenfalls 1.550 MW. Insgesamt umfasst das Ausschreibungsvolumen somit 3.100 MW, davon sind mindestens 500 MW Offshore-Windparks in der Ostsee zuzuschlagen.

Ende des Jahres 2016 waren Windenergieanlagen mit 4.130 MW Kapazität offshore installiert.




Text: Bundesnetzagentur